Erziehung heute

Eltern erziehen ihre Kinder heutzutage besser als ihr Ruf es andeutet. Die meisten Eltern versuchen mit demokratischen Richtlinien ihre Kinder zur Selbstständigkeit und Verantwortung zu erziehen- mit guten Ergebnissen. 

Warum entscheiden sich heute viele gegen Kinder? Viele haben Angst als Eltern zu versagen. Doch die meisten Eltern machen zumindest vieles richtig. Das überwiegend gute Eltern-Jugendlichen-Klima hängt auch mit dem flexiblen Erziehungsstil zusammen, der von den meisten Eltern praktiziert wird (Hofer, Klein-Allermann und Noack 1992).

Immer mehr Eltern bemühen sich um einen demokratischen, zugleich partizipativen und autoritativen Erziehungsstil mit viel Zuwendung, Wärme und Anerkennung, aber auch konsequente Kontrolle und Sanktionierung bei Überschreitung von Regeln und Vereinbarungen. Untersuchungen zeigen, dass ein solch demokratischer Erziehungsstil der Ausbildung von Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit bei Jugendlichen entgegen kommt (Hurrelmann 2010, S. 111).

Kinder und Jugendliche fühlen sich sicherer, wenn sie auch mit entscheiden können. Sie sollen nicht alles entscheiden. Aber ein gewisses Mitspracherecht sollte ihnen eingeräumt werden. Ein ausgeglichenes Machtgefüge zwischen den Eltern und eine partnerschaftliche und arbeitsteilige Verhaltensweise halten die jugendlichen Kinder zu einem kooperativen Verhalten an und regen die Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit, auch im Leistungsbereich, deutlich an. (Hurrelmann 2010, S. 113).

Irgendwann werden die Kinder flügge. Sie wollen sich entfalten und aus ihren Fehlern lernen. Von daher ist eine starke Kontrolle bei Jugendlichen nicht ratsam und zum Teil nicht mal möglich. Wer Jugendlichen vertrauen schenkt, bekommt als Antwort i.d.R. auch Verantwortung zurück.

Gelingt es den Eltern, die Balance zwischen unterstützender Kontrolle auf der einen und Stimulation von Selbstständigkeit auf der anderen Seite zu halten, dann profitieren sie auch selbst von der Ablösungsphase und der neuen Form der Beziehung zu ihren jugendlich gewordenen Kindern (Fend 2000, S. 303; Hurrelmann 2010, S. 125).

Ziel der Erziehung sollte es nicht sein, ein Abbild seinesgleichen zu schaffen. Die Jugendlichen sollten sich abnabeln können und lernen auf ihren eigenen Beinen zu stehen. Dafür ist es wichtig, dass die Erziehung eine eigene Gedankenwelt mit eigenen Fähigkeiten und Wissen beim Werdenden zulässt. 


Coach: Andreas Kawallek

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