Gesunder Sport für Kinder

Beim Kindersport sind Trainer und Eltern allzu oft bei der Leistungsorientierung uneins. Leidtragende dieser Konflikte sind unsere Kinder.

Kindersport ist wichtig. Neben der linguistischen oder logisch-mathematischen Intelligenz und anderen Intelligenzen, ist die körperlich-kinästhetische Intelligenz ebenso zu fördern. Daher wissen die meisten Eltern heutzutage, wie wichtig Sport für ihr Kind ist. Viele Kinder und Jugendliche gehen daher in die verschiedensten Sportvereine. Doch die Meinungen zwischen den Eltern und Trainern in deutschen Sportvereinen gehen zum Teil sehr weit auseinander. Dieser Sachverhalt kann am Beispiel des Kinderfußballs in Deutschland aufgezeigt werden.

Der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) hat vor einigen Jahren die Qualifizierungsoffensive in der Trainerausbildung gestartet. Diese dient dem Zwecke der vereinheitlichten Ausbildung der Übungsleiter und damit auch der jungen Fußballerinnen und Fußballer. Damit bekommt der Trainer beim DFB Trainingsmethoden in die Hand, um aus den Spielern bessere Fußballer zu machen. 

Doch nicht jeder Fußballtrainer macht einen Trainerschein beim DFB. Viele Trainer versuchen auf eigener Faust, den Kindern Fußball beizubringen. Kurzfristig kann sich sogar ein Erfolg einstellen. Die DFB-Fußballschulungen gehen nicht auf kurzfristige Erfolge aus.  Aus guten Spielern sollen langfristig noch bessere Spieler gemacht werden. 

Ob im Kinderfußball gewonnen oder verloren wird, das ist nebensächlich. Wichtige Grundprinzipien des DFB dabei sind den Leistungs- und Ergebnisdruck in den Hintergrund zu rücken, Spaß und Freude am Sport zu vermitteln und Lernzuwächse spielerisch aufzubauen. Darüber hinaus ist die Eigenverantwortung jedes Spielers und jeder Spielerin sowie ein gesundes Miteinander zu fördern.

Doch dies ist oftmals schwer umzusetzen, da die Anforderungen der Eltern im starken Gegensatz zu den Bedürfnissen der Kinder stehen. 

Kinder wollen spielen, Tore schießen und mit ihren Freunden zusammen sein, sprich sie wollen Spaß. Eltern wollen jedoch häufig Jahrhundertfußballer aus ihren Sprösslingen machen bzw. machen lassen. Die Ergebnisse und Erfolge stehen im Vordergrund. Dies entspricht dem Blickwinkel des Erwachsenenfußballs, der nur auf Sieg oder Niederlage basiert. Einige Eltern scheinen oft vergessen zu haben, dass sie selbst mal Kind waren, daher setzen sie andere, nicht kindgerechte Maßstäbe an. Der Trainer hat daher die schwere Aufgabe diese Gegensätze zu überbrücken. Ein Zuviel an Leistungsdruck in jungen Jahren kann dem Kind auch schaden. 

Durch den Schulalltag stehen die Nachwuchskicker ohnehin schon unter großem permanenten Druck und dies sollte nicht auch noch bei außerschulischen Aktivitäten der Fall sein. Freizeitbetätigungen sind im Idealfall freudige Erlebnisse ohne Druck von außen. So sollte es auch im Kinderfußball sein. 

Text von R. Nanton


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