Paranoide Persönlichkeit

Diese Persönlichkeit ist sehr auffällig durch das extreme Misstrauen. Die paranoide Persönlichkeit fällt den Betroffenen meist selbst gar nicht auf. Viel mehr leiden die Familie, Kollegen und die Bekannte über das paranoide Verhalten.

Das Internetportal Flexikon zeigt einen interessanten Aspekt der paranoiden Persönlichkeit auf: „Durch das erhöhte Misstrauen fällt es Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung schwer, intime Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Sie müssen immer befürchten, hintergangen zu werden“.  

Es besteht große Neigung zu krankhafter Eifersucht. Krankhaft, da das Misstrauen meist ungerechtfertigt ist. Dazu besteht die Tendenz, erlebte Situationen zu verdrehen. Freundliche Handlungen von anderen Personen werden häufig als böswillig missdeutet. 

Dipl.-Psych. Gert Kowarowsky bringt die Sichtweise des Paranoiden auf den Punkt: „Wenn Menschen freundlich sind, versuchen sie möglicherweise, Nutzen aus mir zu ziehen oder mich auszubeuten.“

Es passiert häufig, dass die Motive von anderen Menschen als feindselig ausgelegt werden. Daher besteht sehr oft eine Verdächtigung anderer, sie würden einen ausnutzen oder täuschen ohne hinreichende Beweise. Das Misstrauen ist tief greifend. Doch der dauerhafte Groll und das Nachtragen von Missachtungen oder Verletzungen belasten die Beziehung zu einem paranoid gestörten Partner. 

Die ständige Selbstbezogenheit und die extreme psychische Empfindsamkeit machen die Partnerschaft sehr schwierig. Die Beziehung zur paranoiden Persönlichkeit erschwert sich durch das rigide streitsüchtige Verharren und die vermeintliche Rechthaberei. Es kommt sogar vor, dass diese Persönlichkeit die verschiedensten Gerichtsverfahren anzettelt, weil sie sich permanent im Recht sieht und alle Rechte auch bewiesener Maßen von der richterlichen Instanz bestätigt hören will.

Die unbegründeten Gedanken an eine Verschwörung sind ein gutes Indiz die Persönlichkeit als Störung zu entlarven. In der Verschwörungstheorie fühlt sich der Paranoide verfolgt. Dieses Gefühl des Verfolgtseins bekommt vor allem die Nahumwelt zu spüren. Häufig wird auch die Familie oder Bekannte durch die Verschwörungstheorie negativ belastet. Eine rationale Erklärung der Unschuld seitens der Familie wird von Paranoiden strickt gegenargumentativ abgelehnt. 

Eine Person mit paranoider Persönlichkeitsstörung geht selten von selbst in eine Psychotherapie, sie hält sich für gesund und alle anderen für krank. Angehörige hingegen gehen dafür häufiger zu einem Psychotherapeuten, um sich professionell beraten oder auch helfen zu lassen.


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Andreas Kawallek

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