Zwang und Zwangsstörung

Zwangsstörung

Die Zwangsstörung kann sich als Gedanke oder als Idee, aber auch als Impuls zeigen.  Auch kann sich der Zwang in Handlungen zeigen, die immer wieder gemacht werden müssen. Das ist dann eine Zwangshandlung. Die Merkmale des Zwangs sind geprägt von Gedanken, die immer wieder kommen, und die man selbst kaum steuern kann.

Zwang ist nicht gleich Zwang

Zwänge können sehr verschieden sein. Die Palette von Zwängen ist sogar sehr groß. Eigen ist den Zwängen, sie kommen durch Gedanken oder Impulse. Auch haben alle Zwänge gemeinsam, dass es zu Angst führt, wenn man sich nicht dem Zwang beugt.

Es gibt Personen, die haben nur einen leichten Zwang. Dazu gehört, der Zwang zu putzen. Der kann für ein selbst, aber auch für andere nervig sein. Meistens kann solch ein Zwang aber noch beherrscht werden. Manche können sogar gut mit ihren Zwängen leben. Einige finden ihre Zwänge sogar gut.

Es gibt aber auch Menschen, die haben Zwänge, die das Leben sehr erschweren können. Erkrankte Personen können mit ihren Zwang nicht leben. So gibt es auch Zwänge, die das Leben zur Hölle machen können.

Eine an Zwang erkrankte Person hat den Drang bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Der Drang ist stark. Die Person gibt nach. Es kommt so zu einem Zwangsverhalten. Die Person erkennt oft, dass der Zwang sinnlos ist. Aber sie kann nicht einfach damit aufhören. Deshalb ist es ein Zwang. Der Zwang bestimmt oft sogar den Alltag. Es müssen oft große Qualen erlitten werden, die der Zwang auslöst. Für viele ist es nicht aushaltbar.

Wo einer ist, kann auch ein Zweiter sein

Auch gibt es Menschen, die gleichzeitig sehr viele Zwänge habenSie können einzeln auftreten. Doch sie treten auch oft en bloc auf.

Grübelzwang

Manche Sorgen werden immer wieder und wieder genau durchdacht. Das ist zwanghaft. Dabei kommt man nicht auf ein Urteil. Auch kommt man nicht zu einer Lösung. „Hab ich die Tür abgeschlossen?“ kann solch ein Gedanke sein. Man zweifelt daran, eine Aktion nicht zur Genüge ausgeführt zu haben. Auch gibt es den Zweifel etwas Falsches getan oder etwas nicht getan zu haben.

Zwangsbefürchtungen

Es gibt die Zwangsbefürchtungen. So kommt sie vor, wenn man immer wieder Angst hat, Projekte nicht gut genug zu machen. Die Befürchtung geht einfach nicht weg. Auch wenn man weiß, dass alles gut ist.

Der Zwangsgedanke

Er kommt ganz unverhofft und kann lange für innere Unruhe sorgen. Es kommt einem so vor, als fresse sich jemand in den Kopf rein.

Es gibt auch aggressive Zwangsgedanken: Sie sagen einem, dass man jemanden arg wehtun kann. Es ist eine große Sorge, jemanden etwas anzutun.

Zwangsideen

Die Idee tritt auf und geht nicht mehr aus dem Kopf, bis eine Handlung ausgeführt wird.  Die Ideen zwingen einen oft zum Handeln.

Zwangsimpulse

Es sind Reize, die spontan und intensiv auftreten. Die Zwangsimpulse schießen auf einmal durch Mark und Bein und besetzten einen großen Teil des Bewusstseins. Auch wenn die Handlung als falsch oder unsinnig empfunden wird.

Zählzwang

Es müssen immer wieder Dinge gezählt werden. Das kann sich auf den Alltag beziehen. Aber auch auf Arbeit oder Zuhause, muss die Person immer wieder etwas zählen. Diesen Zwang haben nicht nur Mathematiker.

Häufige Zwänge sind …

Waschzwang

Putzzwang

Kontrollzwang

Zählzwang

Sammelzwang



Ältere Begriffe der Zwangsstörung sind Zwangsneurose und anankastische Neurose


 Andreas Kawallek

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