Angst und Angststörung

Die Angststörung ist ein Oberbegriff für mehrere Störungen bzw. psychische Erkrankungen. In der Psychotherapie spricht man von Angst als Störung, wenn eine massive Angstreaktion verspürt oder erkannt wird, ohne dass eine akute extreme Gefahr oder Bedrohung besteht.

Angst, Berlin

 

Was bedeutet Angst?

Der Begriff »Angst« kommt aus dem Indogermanischen »angh« und heißt  »eng«, mit dem Suffix »st«, dass so viel wie »dazugehörig« heißt. Übersetzt heißt Angst also: »das, was zur Enge gehört«. Auch aus dem Lateinischen kann der Begriff Angst abgeleitet werden: »angustiae«, welches auch »Enge« bedeutet. Angst grenzt sich von der Furcht ab.

Merkmale der Angst

Die Angst ist immer zugleich ein seelisches und körperliches Phänomen. Das heißt, die Angst zeigt sich vor allem durch körperliche Merkmale (Symptome). Körperliche Merkmale der Angst sind unter anderem Herzklopfen, Atemnot, Schwitzen, Mundtrockenheit, Zittern und Magenkrämpfe. Auch kommt es zu Gesichtsröte, Durchfall, Kontrollverlust bis hin zur Ohnmacht (eine seltene Erscheinung). Die Angst kann auch zu aggressivem Verhalten, Weinen oder anderen affektiven Begleitsymptomen führen. 

Angst vor der Angst

Sehr häufig kommt es zu einer Angst vor der Angst (Phobophobie). Der Betroffene hat dabei Angst, dass in einer bestimmten Situation eine Angst oder Panik ausgelöst werden kann. Es ist eine Erwartungsangst, dass eine Angst auftritt, die nicht beherrscht werden kann.

Vermeiden von Angstsituationen

Um die Angst zu vermindern, versuchen viele Angst-Betroffene die ängstlichen Gegebenheiten zu vermeiden. Das ist ein wichtiges Kriterium der Angststörung. Es wird versucht, mit einem Vermeidungsverhalten dem Angstgefühl aus dem Weg zu gehen. Dadurch wird der Angst ein größeres Machtpotenzial eingeräumt. Häufig vergrößert sich dadurch die Angst bei späteren Gelegenheiten. Die Angst kann sich dadurch ausbreiten. Sie greift dann in anderen Situationen ein, die sonst keine Angst auslösten. Die Angst generalisiert.

Was gibt es für Ängste?

Generalisierte Angst ist eine Angst, die häufig oder sogar permanent vorhanden ist, ohne dass es eine ängstigende Situation gibt. Es handelt sich um eine dauerhafte starke Unruhe. Der Betroffene ängstigt sich generell vor vielen oder sogar vor allen Situationen. Diese Angst wird auch generalisierte Angststörung genannt.

Phobie ist eine Angstreaktion durch ungefährliche Situationen oder Objekte, die der Ängstliche negativ und ängstlich bewertet. Die Phobie wird häufig phobische Störung genannt. Darunter fällt auch die Agoraphobie.

Panik ist eine Störung mit wiederholt abgrenzbaren, extremen Angstanfällen, die plötzlich und unerwartet kommen und nicht situationsgebunden sind.

Wie wird man die Angst wieder los?

Diese Frage beschäftigt viele Menschen. Leider kann man keine pauschale Lösung geben. Da es immer auf die Angst und die Persönlichkeit ankommt. In der Regel helfen jedoch verhaltenstherapeutische Maßnahmen am besten, um wieder ein normales Leben zu führen, ohne Angst. Bei weiteren Fragen helfe ich Ihnen gern weiter.


Liebestherapeut: Andreas Kawallek

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