Depression

Eine einheitliche Definition für den Begriff der Depression ist kaum möglich. Zu umfangreich ist das Störungsbild. Depression ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen der Niedergeschlagenheit. Damit ist die Depression mehr als nur eine vorübergehende Traurigkeit. Die Hauptanzeichen einer Depression sind eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und Verminderung des Antriebs. 

Depression Berlin

Erläuterung:

Die Frage, was eine Depression ist, kann folgendermaßen erläutert werden: „Depressionen sind affektive Befindlichkeitsstörungen und zählen zu den psychischen Erkrankungen. Sie verursachen bei den Betroffenen eine erhebliche Beeinträchtigung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Typische Symptome sind Freudlosigkeit, Interessenlosigkeit und Antriebslosigkeit. Es treten jedoch auch körperliche Beschwerden auf wie Schmerzen oder Müdigkeit. Bei einem Arztbesuch stehen Letztere nicht selten im Vordergrund. Weitere Symptome der Erkrankung sind ein vermindertes Selbstwertgefühl, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen sowie unbegründete Selbstvorwürfe bzw. unangemessene Schuldgefühle und wiederkehrende Gedanken an den Tod. Depressionen sind die häufigste Ursache für Selbstmorde.“¹ Diese Erklärung ist zwar schon von 2009, aber aktueller den je. Das IQWIG spricht von Depressionen als affektive Befindlichkeitsstörungen, also im Plural. Denn eine Depression kann nicht als eine eindimensionale Krankheit angesehen werden. Das wird häufig übersehen. 

Anzeichen:

Die Depression zeigt sich häufig körperlich durch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, psychomotorischer Hemmung oder Agitiertheit (Unruhe) und Rückgang des sexuellen Verlangens (Libido). Morgendliches Früherwachen und Morgentief begleiten häufig eine schwere Depression.

Weitere Anzeichen sind Schuldgefühle und vermindertes Selbstwertgefühl. Häufiger Begleiter sind negative Zukunftsaussichten, aber auch verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit. Ein Großteil der Depressiven hat Selbstmordgedanken (Suizidgedanken), die auch in einem Suizid enden können. Daher sollte eine Depression auch unbedingt psychotherapeutisch und/oder psychiatrisch behandelt werden.

Depression als Phase:

Die Depression ist eine affektive Störung. Sie tritt in allen sozialen Schichten auf und ist in der Bevölkerung sehr häufig. Die Depression kann mehrmals auftreten. Das heißt, ist eine depressive Phase abgeklungen, kann sie unbehandelt wieder auftreten. Dann spricht der Psychotherapeut von einer depressiven Phase oder Episode. Die einzelne depressive Episode kann auch als depressiver Schub bezeichnet werden. In der Psychotherapie können dem depressiven Klienten Möglichkeiten erläutert werden, dass die Niedergeschlagenheit später nicht mehr auftritt und eine neue depressive Episode unterbleibt oder zumindest frühzeitig erkannt wird.

Andere Begriffe:

Die Depression kann verschiedene Ursachen haben und sich auf vielfältige Weise zeigen. Deshalb hat die Depression auch unterschiedliche, zum Teil verwirrende Bezeichnungen. Dabei gibt es viele Überschneidungen der Begriffe. Folgende Bezeichnungen werden mit einer Depression in Verbindung gebracht. Melancholie, Depressive Phase, Depressive Episode, Affektive Störung, depressive Reaktion, Major Depression, reaktive Depression, psychogene Depression und Endogene Depression, Dysthymia, Zyklothymia, neurotische Depression (veralteter Begriff), Depressive Persönlichkeit, Erschöpfungsdepression, leichte depressive Episode, mittelgradige depressive Episode, schwere depressive Episode. Im amerikanischen DSM-4 nennt man eine schwere Depression eine Major Depression. 


Liebestherapeut: Andreas Kawallek

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Zitat: ¹ https://www.iqwig.de/download/Arbeitspapier_Leitliniensynopse_zum_Thema_Depression_.pdf

Literatur

Internationale Klassifikation psychischer Störungen- ICD-10 Kapitel V (F) Herausgeber Horst Dilling, Mombour, W., Schmidt, M.H. Verlag Hans Huber 5. Aufl. 2005

Heidi Müssigbrodt, Silke Kleinschmidt, Harald J. Freyberger, Horst Dilling, Psychische Störungen in der Praxis, Verlag Hans Huber, 3. Aufl. 2006

Klaus Paulitsch, Praxis der ICD-10-Diagnostik, Faculats- Verlag und Buchhandel AG Wien, 2004

Tembler,S, Diagnostik und Verlauf depressiver Störungen: Differenzierung der Depression, Suedwestdeutscher Verlag fuer Hochschulschriften, 2010

Bauer, Berghöfer, Adli, Akute und therapeutenresistente Depression, Springer Medizin Verlag, 2. Aufl. 2005

Kupier,P. C. Seelenfinsternis: Die Depression eines Psychiater, Fischer, Frankfurt/ Main, 10.Aufl., 2010

Theo R. Payk, Depression, UTB, Stuttgart, 2010

Giger-Büttler,J, Endlich frei,3. Aufl, 2009 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, De Gruyter, 260 Aufl., 2004

Zitat: https://www.iqwig.de/download/Arbeitspapier_Leitliniensynopse_zum_Thema_Depression_.pdf