Gewissen

Psychologisch orientierte Definition

Gewissen (conscience). Allgemeine Bezeichnung für das von einem Individuum als verbindlich angesehene System von (moralischen) Werten, z.B. äußert sich das System hinsichtlich seiner Funktion, wenn eine vorgenommene oder vollzogene Handlung durch das Individuum selbst bewertet wird, wobei intellektuelle und emotionale Komponenten eine Rolle spielen. Der Erwerb des als Gewissen bezeichneten Systems wird von verschiedenen Autoren mehr oder weniger stark und direkt auf das Lernen bzw. Sozialisation bezogen.¹

Philosophisch orientierte Definition

Gewissen bezeichnet ein das eigene Urteilen und Handeln moralisch wertendes (Mit-) Wissen. Im Gewissen nimmt der Einzelne Distanz zu sich ein, um zu prüfen, auf welche Weise moralisch relevante Entscheidungen und Handlungen zustande gekommen sind. Je nachdem, ob diese Prüfung nach den zugrunde gelegten Kriterien positiv oder negativ ausfällt, empfindet der Einzelne ein >>schlechtes<< oder >>gutes<< Gewissen.²

Pädagogisch orientierte Definition

Gewissen bezeichnet das unbedingt urteilende sittliche Zentrum des Menschen, das seine Handlungen und Intentionen kritisch verfolgt und als gut und böse, lobenswert und verwerflich bewertet. Das Gewissen geht persönlichen Interessen und gesellschaftlichen Forderungen grundsätzlich voraus und ermöglicht es überhaupt, von persönlicher Freiheit, Verantwortung, Schuld und Sühne etc. zu sprechen.³



Liebestherapeut: Andreas Kawallek

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¹ Werner D. Fröhlich, Wörterbuch Psychologie, 21. Auflage1997, S. 195

² Prechtl und Burkard, Metzler Philosophie Lexikon2. Auflage, 1999, S. 213

3 Winfried Böhm, Wörterbuch der Pädagogik, 16. Auflage, S. 256