Kognition

In der Kognitiven Verhaltenstherapie ist der Begriff Kognition der zentrale Begriff. Als Kognitionen bezeichnet die kognitive Verhaltenstherapie die im Denkprozess ablaufenden Phänomene wie die Wahrnehmung, Bewertungen von Ereignissen und Interpretationen, aber auch Annahmen und Hypothesen sowie Antizipationen und Erwartungen. Zu den Kognitionen gehören auch die lebensorientierten Regeln und Einstellungen, Überzeugungen, Grundhaltungen bis hin zu Lebensphilosophien. Die dysfunktionalen Kognitionen sind unangemessene oder auch falsche Kognitionen. Die dysfunktionalen Kognitionen, wie Denkfehler können durch Selbstverbalisation und Bewältigungssätze beeinflusst bzw. umstrukturiert werden.

Aaron Beck, der Vater der kognitiven Verhaltenstherapie erläuterte anschaulich: Das aus dem lateinischen Wort für >>Denken<< abgeleitete Wort kognitiv bezeichnet die Art und Weise, in der Menschen Urteile fällen, Entscheidungen treffen und die Handlungen ihrer Mitmenschen deuten und missdeuten.¹ Daran anschließend sagen Margraf und Schneider: Kognitionen sind Gedanken und (bildhafte) Vorstellungen und beeinflussen menschliches Erleben und Verhalten. Die Inhalte der Kognitionen sind der Selbstreflexion zugänglich und können kommuniziert werden.²


¹ Aaron Beck, Liebe ist nie genug, 1994, S.13ff

²  Jürgen Margraf, Silvia Schneider, Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Grundlagen, Diagnostik, Verfahren, Rahmenbedingungen, 2009, S.393


Andreas Kawallek

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