Persönlichkeitsstörungen

Die Persönlichkeitsstörungen kommen bei uns sehr oft vor. Das liegt auch daran, weil es ganz verschiedene Typen von Menschen gibt. Man kann schon sagen, jeder Typ Mensch hat sein eigenes Bild an Störung. Aber dazu später mehr.

Die Persönlichkeitsstörung ist nach der WHO die dauerhafte Abweichung vom Normalen. Ja, jetzt steht die Frage im Raum, was überhaupt „normal" ist. Das kann dir aber keiner beantworten.

Wie erkennt man die Persönlichkeitsstörung?

Sie kann von der kulturellen Erwartung abweichen. So können die Regeln, die bei uns eine Norm darstellen, im Verhalten gestört sein. Soll heißen, der verhält sich nicht nach Regeln. Das muss nicht in allen Bereichen sein. Jedoch in ganz bestimmten Bereichen verhält man sich nicht so, wie andere es von einem erwarten. Oder anders gesagt, der verhält sich voll von der Rolle. Wenn wir aber von abnormal reden, dann ist das stets im negativen Sinne gemeint.

Ebenso kann der Umgang mit anderen gestört sein. Dazu gehört auch die Art der Emotionen, nicht kontrollieren zu können.

Die Art und Weise ist in der Regel nicht sehr flexibel, um nicht zu sagen sehr unflexibel. Man sieht bei ihm dann ganz oft ein unangepasstes Muster des Verhaltens. Der hat dann ganz einfach zu viele Ecken und Kanten. Häufig ist die Reaktion auf andere total fehl am Platz. So, jetzt hast du bestimmt schon ein Bild von jemanden im Kopf, oder?

Wie entsteht die Persönlichkeitsstörung? 

Das Muster entsteht immer in der Kindheit. Es vertieft sich weiter, wenn man erwachsen ist. Das Muster geht sehr tief greifend in die Psyche. Es ist daher sehr stabil. Verändern man es nur bedingt.

Wer hat eigentlich den Leidensdruck? 

Der Leidensdruck kann sehr stark sein. Das Leiden haben allzu oft die anderen. Klar sollte aber auch sein, das der Betroffene auch oft genug leidet. Nur das sieht man nicht immer. Die Störung hemmt i. d. R. das Sozialleben. Der Betroffene kann aber auch auf Arbeit allen ein Knüppel um die Beine werfen.

Doch man kann nicht immer von einer Persönlichkeitsstörung ausgehen. Von ihr kann man nur reden, wenn keine andere Störung das Verhalten verursacht. Eine andere Störung kann jedoch das Verhaltensmuster verstärken.

Die WHO klassifiziert im ICD-10 folgende spezifische Persönlichkeitsstörungen

★ paranoide Persönlichkeit

★ schizoide Persönlichkeitsstörung

★ dissoziative Persönlichkeit

★ emotional instabile Persönlichkeitsstörung

- impulsiver Typ Persönlichkeitsstörung

- Borderline Typ Persönlichkeitsstörung

★ histrionische Persönlichkeitsstörung

★ anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung 

★ ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung

★ abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung

★ narzisstische Persönlichkeitsstörung

★ passiv-aggressive (negativistische) Persönlichkeitsstörung

★ exzentrische Persönlichkeitsstörung 

★ haltlose Persönlichkeitsstörung 

★ (psycho)neurotische Persönlichkeitsstörung 

★ unreife Persönlichkeitsstörung 


Andreas Kawallek

Praxis (HPG): Thomasiusstraße 3, 

10557 Berlin

 0176/61 48 80 78

und 

Praxis (HPG): Neue Gartenstraße 52 c,

15517 Fürstenwalde

0176/61 48 80 78

kawallek@heilkundigepsychotherapie.de

Internet: www.heilkundigepsychotherapie.de