Intelligenz ist vererbbar oder doch nicht?

Viele, viele Jahre stritten die Forscher der Lehrfächer. Wie wird unsere Intelligenz vererbt? Wird sie nun durch die Genetik vererbt? Oder bildet sie sich durch soziale Faktoren heraus? Dann stand es fest. Die genetische Vererbungstheorie hat sich durchgesetzt. Das galt schon als sicher. Doch Neurowissenschaftler kommen aber step by step auf eine andere Antwort.

Es ist nur der Grundbauplan per Gene festgelegt, so die Neurowissenschaft. Durch die Gene vererbt ist der Aufbau unseres Gehirns. Auch die Anordnung der Nervenzellen ist durch die Gene vererbt. Der Bauplan unserer Hardware kommt von den Genen. 

Doch unsere Software kommt nicht aus den Genen. Sie baut sich auf durch unsere sozialen Erfahrungen. Die sozialen Einflüsse werden von außen aufgenommen. Sie werden von einer Zelle zur nächsten gereicht. Die Erfahrungen, die wir im Umgang mit anderen Menschen erlernen und die Wohn- und Lernverhältnisse prägen uns.

Die Erklärung gibt uns der Neurowissenschaftler und Psychoanalytiker Mark Solms: Es >>hängt mit der Tatsache zusammen, dass der Grundbauplan der Gehirnorganisation durch unsere Gene zwar gewissermaßen vorgegeben ist, der Gesamtplan aber durch Umwelteinflüsse dramatisch modifiziert wird. Wenn wir an das Hirn eines Neugeborenen denken, sind potenziell unzählige Organisationsmuster möglich, weil es theoretisch unendlich viele Kombinationen gibt, wie sich die Gehirnzellen miteinander verbinden können. Wie sie sich dann tatsächlich vernetzen, ist weitgehend von der individuellen Umwelt abhängig, in der sich das Gehirn entwickelt. Anders formuliert: Unsere Erfahrungen bestimmen, wie sich unsere Neuronen miteinander verbinden.>>¹

Da hilft die Psychotherapie

Die Psychotherapie nutzt das zum Teil. In der Therapie wirken alle neuen Erfahrungen durch die Umwelt auf die Neuronen. Allein die Gespräche mit dem Psychotherapeuten können sehr gut helfen. Diese Gespräche bauen neue Brücken unter den Neuronen auf. Dafür stehen viele Techniken zur Verfügung. 

Lernen wir neue Dinge, dann entstehen neue Verbindungen zwischen Neuronen. Auf diese Weise werden das neue Denken und das neue Verhalten eintrainiert. 

Ist eine neue Brücke im Gehirn entstanden, wird das neue Verhalten oft auftreten. Je öfter wir auf das neue Verhalten zugreifen, desto dicker wird die Brücke zwischen den Neuronen.  So kommen neues Denken und Tun wie von Zauberhand. Das heißt, der Klient muss nicht mehr ganz bewusst das neue Verhalten anstreben. Das neu erlernte Verhalten kommt als Reaktion wie von allein.


Coach und Therapeut

Andreas Kawallek

Praxis (HPG): Thomasiusstraße 3, 

10557 Berlin

 0176/61 48 80 78

und 

Praxis (HPG): Neue Gartenstraße 52 c,

15517 Fürstenwalde

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kawallek@heilkundigepsychotherapie.de

Internet: www.heilkundigepsychotherapie.de




¹ Das Gehirn und die innere Welt, Mark Solms, Oliver Turnbull, 2010, S.27


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