Berufe im Bereich der Psychotherapie

Es gibt so viele Berufe für die Heilung der Psyche. Wer macht da konkret was? Hier die Antwort.

Es gibt ganz ähnliche Berufe um die Psychotherapie herumWer einen Therapeuten sucht, der hat es oft schwer. Dabei geht es nicht nur, einen Platz in der Praxis zu bekommen. Denn nicht viele wissen, wer da was an der Psyche schraubt.

Zuerst ist da der Psychiater. Er ist auf jeden Fall ein Arzt. Zu dem geht man, wenn man Medizin bekommen will. Auch für eine Krankschreibung kann er dir sehr helfen. Der Psychiater ist auch echt für unsere Psyche da. Bei einer Psychose kann ein Psychiater sehr gute Hilfe leisten. Wenn da einer mal im Kopf komische Stimmen hört, dann kann der Psychiater die mit Tabletten still werden lassen. Das gilt auch für viele Ängste. Bei einer ganz schweren Depression ist er die erste Wahl.

Dann gibt aber noch den Neurologen. Die Grenzen vom Neurologen zum Psychiater sind eher fließend. Das heißt, sie beackern viele gleiche Gebiete von Krankheiten. Auch der ist ein Arzt. Auch der darf Medizin verschreiben. Und die gelben Zettel kann er auch verteilen. Der Neurologe weiß (fast) alles über unsere Nervenbahnen. Da das Gehirn auch mit Nerven und Co zu tun hat, kann der uns auch viel helfen, wenn unser Gehirn mal wieder gefühlt Matsch ist. Auch er behandelt Ängste und Co.

Dann gibt es noch eine ganze andere Reihe an Profis.

Der Psychotherapeut

Nur sehr selten ist der Psychotherapeut auch ein Arzt. Das kommt schon vor, nur eher selten. Der Psychotherapeut hat also i. d. R. keinen Abschluss in Medizin. Daher darf er auch keine Medizin verschreiben. Die meisten von denen wollen das auch gar nicht. Er heilt aber oft Störungen, die auch der Arzt heilt. Nur heilen beide ganz anders. 

Der Psychotherapeut spricht mit dem Klienten. Dabei geht es eher um die Ordnung des Lebens. Der Klient findet mit ihm Lösungen für Probleme. Man findet mit ihm oft bessere Wege das Leben in für ihn guten Bahnen zu führen. Mit ihm lernst du dich selbst besser kennen. Und das ist für deine Zukunft oft sehr wichtig. Und das geht mit einer Pille nicht.

Ein Klient mit einer leichten bis mittelgradigen Depression ist beim Psychotherapeuten richtig. Aber auch Ängste kann er gut behandeln. Fühlst du dich ausgebrannt, dann hilft er auch. Trauer ist auch ein Thema für ihn. Kannst du dich einer Sache nicht anpassen, dann kannst du auch zu ihm gehen.

Doch dann ist da noch die Frage, wann hat man eine mittelgradigen Depression. Aber das wird auf einer anderen Seite auf dieser Website beschrieben. Ist die Depression aber sehr schwer, dann kann der Psychotherapeut allein nur mit einem Gespräch kaum heilen. Dann muss der Psychiater helfen, um für den Fall mit Medizin zu unterstützen. Es kommt also unter anderem auf die Schwere der Störung an.

Was ist nun der Psychologische Psychotherapeut? 

Der psychologische Psychotherapeut hat ganz einfach das Fach Psychologie an der Uni studiert. Doch wenn ich schreibe ganz einfach, dann muss ich ehrlich sagen, so ganz easy ist das Fach gar nicht. Es soll zu den nicht ganz so simplen Studiengängen gehören. Wer das also studieren will, der hat da schon etwas zu tun. Aber Schwamm drüber, er machte auf jeden Fall den Abschluss in Psychologie. 

Studierten den nicht alle Psychotherapeuten das Fach Psychologie? 

Nein, das muss nicht sein. Es gibt auch Psychotherapeuten aus dem Fach der Pädagogik. Andere kommen aus der Bildungswissenschaft. Dann gibt es welche, die sich in der Sozialwissenschaft bewährt haben. Ja, und dann gibt es die aus der schon genannten Medizin. Sie dürfen sich aber dann nicht mit dem Titel psychotherapeutischer Psychotherapeut schmücken. Das wollen viele auch gar nicht. Denn es kommt darauf an, was man kann und nicht nur, was auf dem Schild steht.


Wer darf sich nun aber überhaupt Psychotherapeut nennen?

Als Therapeut mit dem Titel „Psychotherapie“ zu arbeiten ist ganz klar vom Gesetz geregelt. Nur die, die eine heilkundliche Zulassung haben, ist das praktische Arbeiten am Patienten erlaubt. Ohne diese heilkundlichen Zulassung darf man nicht im Bereich der Psyche arbeiten. Das heißt, man dar nicht so einfach therapieren. 

Das Gleiche gilt für die Bezeichnung  „Psychotherapeut/in“. Auch der Name ist geschützt. Die mit einer Approbation dürfen sich Psychotherapeut betiteln.

Wer hat eine Krankenkassenzulassung?

Zum einen gibt es Ärzte und Therapeuten, die eine Zulassung der Krankenkassen haben. Die Therapien werden dann von der Krankenkasse übernommen. Erkennbar sind diese i. d. R. durch ein volles Wartezimmer. 

Es gibt aber auch Ärzte und Psychotherapeuten, die ungern mit der Krankenkasse zusammen. Das liegt oft daran, dass die Methoden, die die Krankenkasse vorschreibt, sehr oft veraltet sind. Für viele ist es auch zu viel Bürokratie. Die Therapeuten wollen Menschen helfen und nicht Hunderte von Anträgen ausfüllen.  

Die Therapeuten ohne eine Zulassung der Krankenkassen bieten oft viel mehr an als die  Psychotherapie von der Stange an. Sie können direkt auf den Klienten eingehen. So werden auch Wünsche eingegangen. 


Studiumverwirrung: der Psychologe

Verwirrend an den beruflichen Bezeichnungen innerhalb der Psychotherapie sind auch die akademischen Titel. Der Diplom-Psychologe hat an der Universität Psychologie studiert, darf jedoch ohne Zusatzausbildung nicht praktisch therapieren. Auch der Master Titel berechtigt den Psychologen nicht, andere zu therapieren. Die Bezeichnung Psychologe ist die Kurzform für den Diplom-Psychologen. 


Sozialpädagogische Dienste

Sozialpädagogische Dienste haben zum Teil auch psychotherapeutische Interventionen. Der Aufgabenbereich der Sozialpädagogik fasst aber nicht grundsätzlich die Psychotherapie mit ein. 

Der Sozialpädagoge arbeitet in erster Linie im Bereich der sozialen Kompetenz, die der Klient nicht in der Familie oder Schule erlernen konnte. In der Regel geht der Psychotherapeut z. B. nicht mit dem Klienten einkaufen, wenn dieser das erlernen will. Der Psychotherapeut ist zwar auch therapeutisch im Bereich der sozialen Kompetenz tätig. Aber mehr ist er in Bereichen der Sozialphobie, Mobbing oder dem Umgang mit Stress bis hin zu Ehe- oder Familienproblemen.


Therapiekonzepte und Therapiemodelle

Die große Verwirrung innerhalb der Psychotherapie stellen die Berufsbezeichnungen der jeweiligen Therapiekonzepte und Therapiemodelle dar. Der Verhaltenstherapeut ist anders ausgebildet als der Psychoanalytiker. Die Gesprächspsychotherapeutin arbeitet anders als der Familienaufsteller. 

Eine Hypnotherapeutin arbeitet mit der Entspannungsform der Hypnose, während der Verhaltenstherapeut die Klienten zwar auch entspannt, aber in der Regel nicht hypnotisiert. 

Nicht alle Hypnotiseure sind Psychotherapeut und arbeiten auch therapeutisch. Die medizinisch orientierte Hypnose präsentiert sich weder im Zirkus noch in einer Fernsehshow. Der psychotherapeutische Hypnotherapeut heilt Klienten und zeigt nicht, wie schnell er jemanden hypnotisieren kann.


Asiatische Methoden

Ying und Yang sind schon lange geläufig. Auch ist Yoga in aller Munde. Es gibt auch viele Psychotherapeuten, die Yoga, Qi Gong oder Tai Chi anbieten und dies als psychotherapeutische Maßnahme verwenden. 

Die meisten Yogatrainer bieten es nicht direkt als seelischen Ausgleich an. Im Großen und Ganzen bieten auch die Tai Chi-Trainer Tai Chi oder Qi-Gong als Kampfsport an. Auch dann ist der seelische Effekt allerhöchstens ein netter Nebeneffekt. Aber es gibt auch viele ausgebildete Psychotherapeuten, die Yoga oder Qi Gong anbieten, um Klienten zu heilen.


Wie funktioniert eine Psychotherapie?

Die klassische Psychotherapie findet in einer psychotherapeutischen Praxis statt. Das heißt, dass der Klient zum Therapeuten in die Praxis kommt. In den meisten psychotherapeutischen Methoden werden Anliegen und Probleme mithilfe des Gesprächs behandelt. Dabei berührt der Psychotherapeut weder die Klientin. Auch zwingt er dich nicht, Geheimnisse von sich preiszugeben. Die Grenzen müssen vom Psychotherapeuten stets eingehalten werden. Ausnahmen sind z. B. die Tanz- oder die Bewegungstherapie, die auch den Körper der Klienten mit einbeziehen.


Gesprächspsychotherapie

Nicht alle Psychotherapeuten analysieren alle Menschen. Viele Psychotherapeuten hören verständnisvoll zu und versuchen alles im Seelenleben der Klientin zu akzeptieren. Das akzeptierende Zuhören praktizieren vor allem die Gesprächspsychotherapeutinnen oder Klientenzentrierten Psychotherapeuten


Verhaltenstherapie

Namentlich der Verhaltenstherapeuten darf die Verhaltenstherapie anwenden. Dafür hat er eine besondere Ausbildung genossen und mehrere Prüfungen abgelegt. Schließlich geht es in der Verhaltenstherapie darum, Verhalten zu ändern. Mehr dazu siehe hier.


Weitere Infos

Nähere Informationen zu den einzelnen psychotherapeutischen Modellen finden Sie unter dem Link Psychotherapie.






Andreas Kawallek

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und 

Praxis (HPG): Neue Gartenstraße 52 c,

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kawallek@heilkundigepsychotherapie.de

Internet: www.heilkundigepsychotherapie.de

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