Warum Ehen scheitern


model-2746158 640



Glück in der Ehe wollen wir alle haben. Und das können wir auch ansteuern. In einer glücklichen Ehe, haben die Partner positive Gedanken. Was ich über meinen Partner denke, entscheidet auch, wie ich mit ihm umgehe.     

Ein Interview mit Herrn Kawallek

Herr Kawallek, das negative Denken ist in der Partnerschaft schädlich. Warum?

In zahlreichen Studien hat man festgestellt, dass die allermeisten Paare in einer Ehe viele schöne Momente erleben. Manche Paare freuen sich auch über die schönen Dinge der Partnerschaft. Sie halten damit die Partnerschaft fest. 

Es gibt aber auch Paare, die schauen vermehrtmehr auf die negativen Dinge. Auch merken sie sich das negative Verhalten des Partners viel öfter. Sie können das Tun des Partners nicht nicht gutheißen und tolerieren. So wollen  sie den Partner ändern. Ein übles Handeln kann dann viele schöne Momente zunichte machen. Sie verzeihen schwer. Probleme in der Ehe sind dann oft an der Tagesordnung.

Können Sie uns ein Beispiel geben?

Danni und Michael machen einen Ausflug. Sie haben viele schöne, positive Stunden. Sie genießen den Ausflug und jeder für sich erfährt schöne Momente. Doch es kommt auf der Heimfahrt zu einem Missverständnis. Es kommt zum Streit. Für das Paar ist der ganze Ausflugstag dahin. 

Sie bauschen den Streit auf. Sie denken nur noch an den Konflikt. An die vielen schönen Stunden denken sie nicht mehr. Ein paar Wochen später denken sie noch an den Streit, aber nicht mehr an das Schöne.

Wie können wir es besser machen?

Es gibt auch Partnerschaften, da wird der Ausflug anders beurteilt. In diesen Ehen wird bei dem Missverständnis "Schwamm drüber“ gesagt. Es wird verziehen. Die schönen Momente zählen auf der Waage einfach mehr. Dem geht der Wille zum Verzeihen voran. Man sollte sich auch klar machen, dass man selbst auch nicht perfekt sein ist.

Nach John M. Gottman haben glückliche Paare >>in ihrem Alltag eine Dynamik entwickelt, die verhindert, daß die negativen Gedanken und Gefühle (die es bei allen Paaren gibt), die positiven überdecken. Sie führen …eine von emotionaler Intelligenz getragene Ehe<<¹.


Paartherapie


Aber diese negative Sichtweise gibt es doch nicht nur bei Paaren bzw. Eheleuten, oder?

Richtig, die negative Sichtweise geht vom einzelnen Menschen aus. Um schädlich zu denken, brauchen wir keinen anderen. Das Denken geschieht ja im eigenen Kopf. Das Problem ist oft, dass wir uns einreden, dass die anderen unseren Seelenfrieden stören. Wir merken immer wieder, dass wir die anderen nicht unter Kontrolle haben. Wenn der andere nicht so agiert, dann kann uns das enttäuschen oder auch wütend machen. Also sollen sich die Kollegen oder die Kunden oder auch der Biker änder. Doch die ändern sich in der Regel gar nicht da hin, wo man sie haben möchte. Das gleiche gilt auch bei der Partnerschaft. Der Partner soll sich ändern.

Welchen psychotherapeutischen Lösungsansatz empfehlen Sie?

Wir interpretieren Verhalten von uns selbst, als auch von anderen. Wir können etwas als gut oder als schlecht interpretieren. Probleme treten dann auf, wenn zu viel zu schlecht interpretiert wird.

Ein Mittel ist es, die schädliche Sichtweise zu erkennen und dann auch zu überprüfen. Wenn das negative Denken zur richtigen Zeit erkannt wird, kann man den Stand der Dinge auch genauer und besser bewerten.  Wenn das negative Denken in der Situation erkannt wird, kann man die Situation auch genauer und besser bewerten. 

Das gilt sowohl in der Psychotherapie als auch in der Paartherapie.  

Es gilt aber auch, die Denkprozesse zu verbessern. Das geht, in dem man die Bilder, die schlechte Gefühle auslösen, abmildert.


Liebesberater: Andreas Kawallek

Praxis (HPG): Thomasiusstraße 3, 

10557 Berlin

 0176/61 48 80 78

und 

Praxis (HPG): Neue Gartenstraße 52 c,

15517 Fürstenwalde

0176/61 48 80 78

kawallek@heilkundigepsychotherapie.de

Internet: www.heilkundigepsychotherapie.de


¹ John M. Gottman, Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, 2011, S.11 ff